Kunst

Eintauchen in die Welt der Bilder

Schülerinnen vor ihren BildernDas Fach Kunst kennst du schon aus der Grundschule. In diesem Fach hast du Gelegenheit, dich einmal längere Zeit einem Thema zu widmen und dabei ein Produkt selbst herzustellen. Wir malen, drucken und zeichnen nicht nur, sondern bauen kleine Objekte, fotografieren oder erforschen die Ausdrucksmöglichkeiten des eigenen Körpers.
Neu hinzu kommt die Auseinandersetzung mit der Welt der Bilder, sie verstehen und lesen zu lernen, aber auch kritisch mit ihnen umzugehen. Durch das eigene Handeln und die gedankliche Auseinandersetzung wird es dir ermöglicht, die Welt in der wir leben, und die von Bildern geprägt ist, besser zu verstehen. Du wirst lernen, wie man Bilder intensiv wahrnimmt, welche Botschaften sie vermitteln und wie sie unser Denken beeinflussen.
Zugleich wollen wir Lehrer deine Phantasie und Kreativität wecken, ausgehend von den Dingen, die euch interessieren. Du wirst sehen, jeder Mensch kann ein Künstler sein. Wir helfen dir dabei, deine künstlerischen Fähigkeiten zu erkunden, indem wir eine Vielzahl von Techniken mit euch erproben, aber auch Raum geben, eigenständige Wege zu gehen. Gelegentliche Besuche in den Museen der Umgebung vermitteln uns Anregungen und Kulturerlebnisse. Kunst hilft uns Freuden und Ängste zu verarbeiten, und manchmal erschaffen wir dabei auch völlig neue Welten. Wer weiß, vielleicht wird auch dein Bild einmal unsere Schule schmücken oder sogar im Haus des Gastes in unserer alljährlichen Ausstellung zu sehen sein.

Tiere im Meer. Bilder aus dem 5. Jahrgang um Thema Farben/Farbfamilie Tiere im Meer. Bilder aus dem 5. Jahrgang um Thema Farben/Farbfamilie Tiere im Meer. Bilder aus dem 5. Jahrgang um Thema Farben/Farbfamilie

Wozu Kunst?

Das Fach Kunst beinhaltet die beiden Inhaltsfelder Bildgestaltung und Bildkonzepte (Kunsttheorie). Aus diesen ergeben sich folgende Ziele:

Sensibilisierung der Wahrnehmung

  • Wahrnehmung und Reflexion der Vielgestaltigkeit von Kultur und Lebenswirklichkeit
  • Befähigung zur aktiven Teilhabe an vielfältigen Formen der Kultur aus Vergangenheit und Gegenwart
  • kritisches Wahrnehmungsvermögen gegenüber der eigenen Umwelt und Alltagsrealität

Förderung der Phantasie und Kreativität als Unterstützung der Persönlichkeitsbildung

  • Freude und Lebensbereicherung durch ästhetischen Genuss erlebbar machen
Wir leben in einer Welt der Bilder, die aber gerade aufgrund der vorherrschenden Bilderflut zu oberflächlichem Sehen verführt. Im Fach Kunst erwerben die Schüler und Schülerinnen Kenntnisse, die sie befähigen, ihre Lebenswelt zunehmend selbstständig zu erschließen und sie mitzugestalten. Die dabei gewonnenen Fertigkeiten, größere Projekte (auch in Gruppenarbeit) zu planen und die Kreativität, neue Wege zu gehen, kommen ihnen in allen Fächern zugute. Erworbene Kompetenzen entstehen im Zusammenspiel von Neugier, Motivation, Wissen, Handeln, Verstehen, Urteilen und Erfahrung.

Tische nach Spoerri. Bilder aus dem 7. Jahrgang zum Thema „Wirklichkeiten in Bildern“ Tische nach Spoerri. Bilder aus dem 7. Jahrgang zum Thema „Wirklichkeiten in Bildern“ Tische nach Spoerri. Bilder aus dem 7. Jahrgang zum Thema „Wirklichkeiten in Bildern“

Verbindliche Unterrichtseinheiten

(daneben gibt es Spielraum, auf die individuellen Bedürfnisse einer Klasse einzugehen)

Jahrgang 5

  • Farbfamilie: Wie viele Geschwister hat eine Farbe?
  • Tarnfarben und Signalfarben – Tiere in der Natur
  • Allein und in der Masse

Jahrgang 6

  • Die Welt im Kleinformat – Wie werden aus Träumen Räume?
  • Den Strukturen auf der Spur – (Grafik)Erzählen in Bildern (z. B. Comic, Bildergeschichten)
  • Schau genau hin – Wirklichkeiten in Bildern

Jahrgang 7

  • Vom Raum zur Fläche – der Raum und seine Wahrnehmung
  • Plastik, Skulptur, Objekt – Künstliche Welten

Jahrgang 10

  • Design – Alltagsgegenstände unter der Lupe
  • Hoch hinaus – Die Welt von allen Seiten (Perspektivische Konstruktionen)

Zeichnungen des 10. Jahrgangs zum Thema „Perspektive“ Zeichnungen des 10. Jahrgangs zum Thema „Perspektive“ Zeichnungen des 10. Jahrgangs zum Thema „Perspektive“





Zeichnungen des 10. Jahrgangs zum Thema „Perspektive“ Zeichnungen des 10. Jahrgangs zum Thema „Perspektive“ Zeichnungen des 10. Jahrgangs zum Thema „Perspektive“





Zeichnungen des 10. Jahrgangs zum Thema „Perspektive“ Zeichnungen des 10. Jahrgangs zum Thema „Perspektive“ Zeichnungen des 10. Jahrgangs zum Thema „Perspektive“

Leistungsbeurteilung

Im Fach Kunst werden keine Klassenarbeiten geschrieben. Die erteilte Note beruht ausschließlich auf den „Sonstigen Leistungen“ im Unterricht, dazu gehören in erster Linie die praktischen Arbeiten, aber auch Mappenführung, mündliche Mitarbeit, Arbeitsorganisation sowie schriftliche und mündliche Kompetenzüberprüfungen. Mit den fortschreitenden Jahrgängen erhält die theoretische Rezeption mehr Gewicht. Grundlagen der Lernerfolgsüberprüfung und Leistungsbewertung sind:
  • Rezeptionskompetenz (fachbezogene Inhalte kennen, beschreiben, einordnen)
  • Produktionskompetenz (Produkte herstellen)
  • Urteilskompetenz (begründete Entscheidungen treffen, beurteilen)
  • Methodenkompetenz
Der Bewertungsbereich „Sonstige Leistungen im Unterricht“ erfasst die Qualität, die Quantität und die Kontinuität der Beiträge im unterrichtlichen Zusammenhang.

Bilder aus dem 12. Jahrgang zum Thema „Moderne Herrschaftsbildnisse“ Bilder aus dem 12. Jahrgang zum Thema „Moderne Herrschaftsbildnisse“ Bilder aus dem 12. Jahrgang zum Thema „Moderne Herrschaftsbildnisse“

Digitale Zeichnungen / Collagen aus dem Jahrgang 12

Die Themen der Oberstufe wechseln alle zwei Jahre nach den Abiturvorgaben der Landesregierung. Im Abiturjahrgang 2020 stand der spanische Maler Goya im Mittelpunkt des Interesses. In Anlehnung an sein Werk als Hofmaler der spanischen Könige gestalteten die Schüler des Jahrgangs 12 mit dem iPad und einer speziellen App ein modernes Herrscherbildnis in Collagetechnik. Dieses konnte eine idealisierende, neutrale oder kritische Deutung haben. Grundlage der Deutung sollte die Verwendung bzw. Umgestaltung einer spezifischen Herrschaftssymbolik sein, die, wird sie übertrieben, Idealisierung auch in das Gegenteil verkehren kann. Anschließend lässt sich der Herstellungsprozess auch sichtbar machen.